LaStrada
La Strada
Eine Boutique mit Charakter, geprägt von einer klaren Philosophie: Keine Frau verlässt den Laden in einem Outfit, das nicht perfekt zu ihr passt. Hochwertige italienische Damenmode, präsentiert als harmonisches Gesamtpaket – von Hut und Schal bis zur Hose.
Mode einkaufen kann Unterhaltung sein. Und mit einem echten italienischen Kaffee macht es Riesenspaß. Das Einkaufserlebnis steht im Mittelpunkt – Anprobieren, Entdecken und Genießen.
Stilvolle Eleganz in Neuruppin
| Adresse | Karl-Marx-Str. 33-34 16816 Neuruppin |
| Öffnungszeiten | Montag - Freitag: 10:00 - 18:00 Uhr Samstag: 10 – 14 Uhr |
| Telefon | 03391 / 34 69 84 6 |
| Website | La Strada |
Ich bin eine News
Ich bin eine News
14. Januar 2025
Neuer Laden öffnet am 1. Februar
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Clever-Fit
clever fit
Wenn Du aktiv leben willst, bietet Dir Dein clever fit die besten Voraussetzungen. Mach es Dir einfach mit clever fit und trainiere Deinen ganzen Körper. Gerne auch mit professionell erstelltem Trainingsplan. Flexible Öffnungszeiten, modernste Trainingsgeräte und ausgezeichnete Trainer garantieren Deinen persönlichen Erfolg.
Kurse wie Rücken-Fit und Yoga sind im Angebot.
| Adresse | August-Bebel-Straße 47-48 |
| Öffnungszeiten | Montag bis Freitag 6:00 - 23:00 Samstag und Sonntag 9:00 - 21:00 Uhr |
| Telefon | 03391 40 51 45 6 |
| Website | Clever Fit |
Carolas Miederstübchen
Carola´s Miederstübchen
Das Fachgeschäft für Miederwaren und Dessous führt renommierte Marken. Individuelle, seriöse und fachgerechte Beratung ist das Markenzeichen des Geschäfts. Für Begleitpersonen bietet die gemütliche Sitzecke einen einladenden Platz, um sich bei einer Tasse Kaffee zu entspannen und das Probierte zu begutachten. Alternativ kann der „Männer-Parkplatz“ vor dem Miederstübchen genutzt werden.
Tradition und Männerparkplatz
| Adresse | Karl-Marx-Str. 33-34 16816 Neuruppin |
| Öffnungszeiten | Montag bis Freitag: 9 – 18 Uhr Samstag: 9 – 14 Uhr |
| Telefon | 03391 / 651535 |
| Website | www.carolas-miederstuebchen.de/ |
Café Schröders
Café Schroeder´s
Das Café Schroeder’s lockt mit selbst gebackenem Kuchen, Eisspezialitäten und einem wechselnden Mittagstisch. Besonders beliebt ist das Frühstücksbuffet am Samstag und Sonntag von 10 bis 14 Uhr – eine Reservierung lohnt sich!
Ob deftiges Bauernfrühstück, hausgemachter Kartoffelsalat oder saisonale Spezialitäten – hier wird Tradition mit Liebe serviert. Im modernen, gemütlichen Ambiente finden über 100 Gäste Platz – perfekt für entspannte Stunden oder private Feiern. Alle Köstlichkeiten gibt es auch zum Mitnehmen.
Geniessen in der Bilderbogenpassage
| Adresse | Karl-Marx-Str. 33-34 16816 Neuruppin |
| Öffnungszeiten | Täglich 9 - 17 Uhr |
| Telefon | 03391 77 56 79 |
| Website | |
Trödelmeile in der Bilderbogenpasage
Flohmarkt in Neuruppin
Die Termine für den Flohmarkt in 2025
Ein Mal im Monat findet der Neuruppiner Flohmarkt in der Bilderbogenpassage statt. Folgende Termine für 2025 stehen fest: 02.08. / 13.09. / 11.10. / 01.11. / 6.12.2025
Sie wollen einen Stand mieten? Ansprechpartnerin und Buchungen unter: Regina 0174 909 66 89
Die Orthodent Story
Die Geschichte von Dr. Alexander Joseph in Neuruppin
Ein Neubeginn mit Weitblick
Als ich Dr. Alexander Joseph zum ersten Mal in seiner Praxis in der Bilderbogenpassage in Neuruppin besuche, empfängt mich ein Mann, der nicht nur mit Leidenschaft Kieferorthopäde ist, sondern auch ein Gespür für unternehmerische Entscheidungen besitzt. Seine Geschichte ist eine von Mut, Investitionen und einer Vision, die weit über das übliche Maß hinausgeht.
Der Anfang in Neuruppin
Im September 2020 eröffnete Dr. Joseph seine erste Praxis in Neuruppin. Er hatte zuvor eine große Praxis in Berlin geführt, doch suchte er nach einem Standort, an dem seine Arbeit wirklich gebraucht wurde. Nach reiflicher Überlegung fiel die Wahl auf Neuruppin. Doch bereits ein Jahr nach der Eröffnung wurde ihm klar: Die Räume reichten nicht aus. Der Patientenzulauf war enorm, und die vorhandene Praxis stieß an ihre Kapazitätsgrenzen.
Eine Lösung musste her. In Gesprächen mit seinem Vermieter Christian Maier tat sich eine neue Möglichkeit auf: das leerstehende Obergeschoss desselben Gebäudes. Die großzügigen Räumlichkeiten hatten über zehn Jahre ungenutzt brachgelegen. Ein Umbau im mittleren sechsstelligen Bereich war nötig – eine Investition, die Dr. Joseph und sein Vermieter gemeinsam stemmten.
Der große Umbau und Umzug
Im Juni 2022 begann der aufwendige Umbau. Elektrik, Raumgestaltung, Ausstattung – alles musste neu geplant und umgesetzt werden. Doch die Vision war klar: mehr Platz, bessere Abläufe und ein modernes Behandlungskonzept. Bereits im November 2022 war es so weit: Der Umzug war geschafft, die neuen Praxisräume eröffnet.
Nun hatte er nicht nur mehr Platz, sondern konnte auch die Zahl der Behandlungsstühle von vier auf acht verdoppeln. „Allein ein Stuhl kostet 36.000 Euro“, erzählt er mir. Zunächst startete er mit sechs Stühlen, plante aber vorausschauend bereits Anschlüsse für zwei weitere ein – eine Entscheidung, die sich als goldrichtig erwies. Denn schon im Sommer 2023 wurden die beiden zusätzlichen Stühle installiert – und sofort voll belegt.
Seit 2024 gibt es zudem eine Rutsche, die von der offenen Oberetage direkt nach unten in die Praxis führt – ein Detail, das besonders bei den jungen Patienten für Begeisterung sorgt.
Ein innovatives Behandlungskonzept
Seine Praxis unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von traditionellen Kieferorthopädie-Praxen. Es gibt keine einzelnen Behandlungsräume, stattdessen stehen die Stühle offen nebeneinander, lediglich durch Glaswände getrennt. „Kinder lieben das“, sagt Dr. Joseph. „Sie sehen andere Kinder auf den Stühlen sitzen, lachen und merken: Das ist ja gar nicht schlimm.“
Die Terminvergabe folgt einem durchdachten System: 30-Minuten-Takt, 64 Patienten pro Tag. Vor allem am Nachmittag ist Hochbetrieb, denn 95 Prozent seiner Patienten sind Kinder – und weder Lehrer noch Eltern mögen es, wenn sie dafür aus der Schule fehlen müssen.
Doch nicht nur Kinder stehen im Fokus. Auch Erwachsene, die mehr Privatsphäre wünschen, bekommen individuelle Lösungen. Transparenz und eine angenehme Atmosphäre stehen an oberster Stelle. „Selbst beim Zähneziehen, wenn sie sowieso wackeln, läuft das fast nebenbei ab“, schmunzelt er.
Ein Arbeitsplatz mit Zukunft
Dr. Josephs Praxis – ein Beispiel für moderne Unternehmensführung. Er weiß, dass zufriedene Mitarbeiter das Herzstück jeder erfolgreichen Praxis sind.
„Wir müssen Arbeitsplätze schaffen, die machbar sind“, sagt er mir. So gibt es flexible Arbeitsmodelle: Eine Mitarbeiterin kommt nur zweimal die Woche aus Berlin, eine andere arbeitet aus Baden-Württemberg und kommt quartalsweise für einige Tage nach Neuruppin. In den Ferien bleibt die Praxis geschlossen, damit alle mit ihren Familien Urlaub machen können. „Wir machen uns doch nichts vor – niemand möchte bis 20 Uhr arbeiten“, sagt er offen. Seine Praxis schließt deshalb spätestens um 16:30 Uhr, damit die Mitarbeiter ihre Kinder aus der Betreuung abholen können.
Ein weiterer Grundsatz: Fairness. Wenn er selbst mal einen Tag aussetzen muss, haben auch seine Mitarbeiter frei. Und wenn die Praxis ein erfolgreiches Jahr hatte, dann wird der Gewinn geteilt. „Ich habe diesen Erfolg nicht allein erreicht, sondern mit meinem Team“, betont er.
Sein Vermieter, Christian Maier, sieht das ähnlich: „Das Obergeschoss ist nun das Aushängeschild des Hauses.“ Mit 1.000 Patienten pro Quartal – viele davon aus dem Umland – ist die Praxis nicht nur ein medizinischer Anlaufpunkt, sondern auch eine Bereicherung für die Stadt.
Ein Erfolgsmodell mit Zukunft
„Man muss sich trauen“, sagt Dr. Joseph zum Abschied. Und er hat sich getraut – mit großem Erfolg. Heute ist seine Praxis eine der modernsten in Brandenburg, und er behandelt mit seinem Team tausende Patienten im Jahr.
Doch für ihn ist das erst der Anfang. Seine Ideen gehen weit über den Behandlungsstuhl hinaus – sie betreffen das gesamte Umfeld, in dem seine Patienten, seine Mitarbeiter und die Stadt Neuruppin profitieren. Ein Arzt mit unternehmerischem Weitblick – und einem echten Herz für seine Patienten.
Der wahre Chef
Ralf Schlag - der Mann für alle Fälle
Seit über 25 Jahren in der Bilderbogenpassage
Wenn irgendwo im Haus das Licht flackert, die Heizung stottert oder der Müllplatz mal wieder aussieht, als hätte eine Horde Waschbären Party gefeiert – dann ist er schon unterwegs: Ralf Schlag. Ein Mann, der nicht viel Aufhebens um sich macht. Aber einer, der mitdenkt, mitfühlt – und einfach macht.
„Ich hab ja als Haustechniker hier angefangen. Aber wenn der Hund hinmacht und keine Reinigungskraft da ist – dann nehm ich halt den Besen und mach’s weg. Wie sieht das denn sonst aus?“ sagt er und schmunzelt. “Ich ärger mich dann – also mach ich’s lieber gleich selbst.” So einer ist Ralf. Pragmatiker, Möglichmacher, Herzmensch.
Mit Gefühl für Technik – und Menschen
Ralf weiß, wann die Schranke zum Parkplatz klemmt, bevor jemand meckert. Er spürt, wenn die Zutrittskarten bald nicht mehr funktionieren, weil’s zu kalt geworden ist. „Das seh ich dem Kasten an. Man entwickelt ein Gespür. Viele Sachen reparier ich inzwischen selbst – über YouTube oder einfach, weil ich’s irgendwann gelernt hab.“
Lernen war sowieso nie das Problem. Der gelernte Elektroinstallateur aus Neuruppin hat fast alles gemacht, was man mit Händen schaffen kann: Elektrik, Heizung, Brandschutztechnik. Selbst Leitungen in der neuen Arztpraxis hat er eigenhändig gezogen. „Früher haben wir für alles Firmen geholt. Heute bau ich die Brandmeldeanlage – und die anderen müssen sie nur noch programmieren.“
Ein Leben für das Handwerk
Geboren 1963, aufgewachsen in Neuruppin. Die Lehre machte er in der DDR, bei der PGH als Elektroinstallateur. Danach Armeezeit, aber Offizier werden? Das kam für ihn nie in Frage. Stattdessen ran an die Arbeit – wie der Vater, der Maurer war. Ralf durchlief sämtliche Gewerke: Heizungsbau, Elektro, Schaltschränke lackieren, Leitungen ziehen, Anlagen verkabeln. Ein Handwerker durch und durch.
„Wenn ein Brenner bei uns nicht mehr lief, war der wirklich kaputt. Wir haben Dinge wieder zum Laufen gebracht – mit Kugelschreiberminen, Gummibändern oder alten Federn. Improvisation war unsere Stärke.
Ein Netzwerk wie früher
In Neuruppin kennt man sich – zumindest, wenn man Ralf Schlag heißt. Sein Netzwerk? Handwerkerkollegen aus der DDR-Zeit, Stadtwerke, Sanitärbetriebe. „Früher hat man sich geholfen. Heute ruft man an, sagt ‘Ralf, ich brauch was’, und dann geht das. Ohne Tauschgeschäft – einfach so.“
Das bedauert er ein wenig: „Meine Generation stirbt langsam aus. Die, die noch einfach helfen, ohne großes Theater.“
Von der Zwischenlösung zum Lebenswerk
Eigentlich wollte er nur kurz überbrücken – als er 1998 in der Bilderbogen Passage anfing. „Ich war mit der Heizungsfirma unzufrieden, hab gesehen, dass die jemanden suchen – dachte, das mach ich mal für ein paar Monate.“Aus ein paar Monaten wurden über 25 Jahre.
Die Passage? Damals ein Prestigeprojekt. Alles vermietet, Fünfjahresverträge, professionelle Agenturen planten Hochglanz-Marketingstrategien. „Aber was zählt, ist nicht das Papier – sondern dass jemand da ist, der sich kümmert.“ Und das war – und ist – Ralf.
„Ich hab hier die Stellung gehalten – wie Kevin Costner in Der mit dem Wolf tanzt. Die anderen kamen aus Berlin, einmal im Monat. Ich war jeden Tag hier.“
Mitten im Leben, mitten in der Stadt
Die Passage hat viele Geschichten gesehen. Verkäuferinnen, deren Jobs vom Arbeitsamt mitfinanziert waren. Sozialprojekte für Jugendliche und Senioren. Förderprogramme kamen – und gingen. Leerstände, Insolvenzen, neue Betreiber. „Irgendwann hieß das ‘Revitalisierung’. Klingt gut – aber geholfen hat’s nur, wenn hier jemand war, der die Leute kannte und der sich gekümmert hat.“
Ralf hat nicht nur Glühbirnen gewechselt – er hat Beziehungen gepflegt. Mit Mietern, mit Passanten, mit den Jugendlichen, die auf dem Platz Fußball spielen. „Ich kenn meine Pappenheimer. Erst gibt’s Ärger, dann werden sie anständig. Und wenn sie Jahre später als Handwerker zurückkommen und mich grüßen – das ist das Schönste.“
Wandel und 50 Anrufe täglich – Ralf Schlag über seinen Alltag in der Passage
Als 2021 mit Christian Maier der neunte Inhaber der Passage übernahm, bedeutete das für Schlag eine echte Umstellung. „Der war plötzlich dreimal die Woche hier – nicht einmal im Monat wie seine Vorgänger“, sagt er schmunzelnd.
Dass die Passage heute wieder voll vermietet ist, schreibt er auch Maiers Engagement zu: „Christian will die Menschen hier wirklich kennenlernen.“ Doch dessen spontane Ideen und ständiger Tatendrang sind für den 60-Jährigen, der seit Jahrzehnten den Überblick über die Passage behält, nicht immer leicht zu verdauen: „Christian hat ständig neue Ideen und will sie sofort umsetzen“, sagt er, während er auf sein Telefon blickt.
„Bis jetzt, 16 Uhr, hatte ich 50 Anrufe – 50 Probleme. Ich bin mit meinem Tagesgeschäft schon voll ausgelastet.“ Und trotzdem ist der Zusammenhalt hier etwas Besonderes: Jeder grüßt jeden, man kennt sich, mit all seinen Macken – und man behandelt einander so, dass sich alle wohlfühlen. Wie zur Bestätigung ruft aus dem Lotto-Laden jemand herzlich: „Ralfi, Ralfi!“ Schlag lächelt: „Und das würde mir sehr fehlen.“
Der Mann, der bleibt
Ralf Schlag ist keiner, der laut ist. Er redet nicht von sich – er tut. Er ist der erste, der morgens da ist, und der letzte, der abends abschließt. Er kennt jeden Winkel, jede Steckdose, jede Geschichte dieses Hauses.
Und vielleicht ist genau das das Geheimnis, warum die Bilderbogen Passage heute noch steht – trotz Leerstand, Insolvenz und Wandel.
Denn während andere kamen und gingen, blieb einer immer da: Ralf Schlag – der Mann für alle Fälle.
Die Ära Maier
Ein Besuch bei Christian Maier
Investor und Herz der Bilderbogenpassage
Ich treffe Christian Maier an einem sonnigen Vormittag in der Bilderbogenpassage. Als ich ihn beobachte, fällt mir sofort auf: Hier ist jemand, der nicht nur verwaltet, sondern gestaltet. In Jeans und T-Shirt, mit wachem Blick und einem festen Handschlag, begrüßt er mich. Noch während wir sprechen, grüßt er Mieter, erkundigt sich nach ihrem Geschäft, nickt Handwerkern zu, die gerade eine Renovierung abschließen. Christian Maier ist mittendrin – als Unternehmer, als Visionär, als Ansprechpartner.
Die Verantwortung für eine ganze Innenstadt
Als er am 1. Januar 2021 die Passage übernahm, stand sie sinnbildlich für den Niedergang vieler Innenstädte: hoher Leerstand, verwaiste Läden, eine Atmosphäre der Tristesse. Doch Maier sah nicht nur, was war – sondern was sein könnte. „Ich habe über Kontakte erfahren, dass die Passage zum Verkauf stand“, erzählt er mir, während wir an einer Glasfassade vorbeigehen, hinter der sich ein moderner Fitnessraum erstreckt. „Nach der Besichtigung war mir klar: Hier steckt Potenzial, das nie ausgeschöpft wurde.“
Gemeinsam mit seinen Söhnen – der eine Architekt, der andere für die Verwaltung zuständig – entschied er sich innerhalb einer Woche für den Kauf. „Es war eine Kopf- aber auch eine Bauchentscheidung“, sagt er mit einem Lächeln. Seither haben sie nicht nur in Mauern, sondern in Ideen investiert. Der Gebäudemix war herausfordernd: die Ladenzeile der Passage, das Geschäftshaus und Mietshäuser, die Hälfte der Gebäude denkmalgeschützt. Der Leerstand lag bei 33 Prozent, sieben der 20 Läden waren verwaist, zum Teil seit mehreren Jahren. „Doch bei der Besichtigung des Geländes sahen wir das Potenzial. Vor allem der Anblick der ungenutzten dritten Etage des Geschäftshauses regte unsere Fantasie an“, erzählt er.
Das Trio Maier geht unkonventionelle Wege. Während andere Vermieter oft zögerlich sind, hält Christian Maier nichts von langen Entscheidungsprozessen. „Wenn ein Interessent kommt, bekommt er direkt ein individuelles Mietangebot – und wenn wir uns einig sind, kann mein Sohn noch am selben Tag unterschreiben.“ Diese kurzen Wege sind ein großer Vorteil.
Besonders deutlich wird Maiers Hands-on-Mentalität bei der Geschichte der „Rad Passage“. Als sich ein Jungunternehmer für ein Geschäft interessierte, erkannte Maier das Risiko für einen Existenzgründer – und entschied sich, ihm mit einem Darlehen und einer reduzierten Miete unter die Arme zu greifen. „Das Risiko tragen wir gemeinsam“, erklärt er. Heute ist der Fahrradladen so erfolgreich, dass ein zweiter Standort eröffnet wurde.
Von leerstehenden Etagen zur schönsten Arztpraxis der Stadt
Maier zeigt mir eine moderne Arztpraxis im dritten Stock. „Diese Etage lag früher brach“, erzählt er, während wir durch die hellen, neu gestalteten Räume gehen. „Der Kieferorthopäde hier hatte nach einem Jahr Expansionsbedarf – und anstatt klein zu denken, haben wir eine langfristige Lösung geschaffen.“ Eine ähnliche Erfolgsgeschichte gibt es beim Fitnessstudio, das auf Maiers Rat hin wuchs und nun Kursräume und Physiotherapie anbietet.
Zukunftspläne und Herausforderungen
Auch die letzte freie Fläche, für die sich schon die Medizinische Hochschule interessiert hatte, um hier einen Hörsaal einzurichten, ist nun vergeben. Ich erinnere mich noch an die Gespräche mit Christian Maier, als er mir voller Begeisterung von den Plänen erzählte. Am Ende entschied er sich für die Firma Eurowind, einen Projektentwickler für erneuerbare Energien. „Die hatten eine klare Vision – und genau das liebe ich“, sagte er mir damals. Also wurde die Fläche nach ihren Wünschen umgestaltet. Als ich die neuen Büros und Meetingräume betrete, verstehe ich, warum Maier stolz darauf ist. Lichtdurchflutet, modern, mit einer offenen Atmosphäre – „die schönsten der Stadt“, wie er sagt, und ich kann ihm nur zustimmen.
Vom Hörsaal zur Top-Adresse für Unternehmen – und neue Herzensprojekte
Doch es sind nicht nur die großen Projekte, die ihn begeistern. Immer wieder kommen wir auf das zu sprechen, was er seinen „Mix“ nennt – die kleinen, aber besonderen Läden, die der Passage Charakter geben. Er strahlt, als wir vor dem neuen Barbershop stehen. „Das ist genau das, was ich mir hier wünsche: authentisch, mit Handwerk, mit Herz.“ Als wir eintreten, begrüßt ihn der Inhaber mit einem festen Händedruck. Maier ist nicht nur Vermieter, er ist Gastgeber, Mentor, manchmal auch ein bisschen Geschäftspartner. Er weiß, dass eine Innenstadt nicht von großen Mietern allein lebt, sondern von den kleinen, leidenschaftlichen Unternehmern, die sie einzigartig machen.
Wie 2023, erzählt er mir, da wurde der letzte freie Laden aus der Zeit vor seiner Übernahme vergeben – ein Schmuckgeschäft. Maier war natürlich dabei, brachte eine Torte mit und feierte mit der neuen Mieterin. „Das hier ist mehr als nur eine Passage“, sagt er, als wir uns verabschieden. „Das ist ein Zuhause für gute Ideen.“ Und genau das spürt man bei jedem Schritt durch die Bilderbogenpassage.